Standort Wirtschaft

Wirtschaft und Fortschritt im Einklang mit Mensch und Natur.

Eine starke Wirtschaft und solide Finanzen sind die Grundlage für Vorarlbergs Wohlstand und die Zukunftskraft der Politik.

Vorarlbergs Industrie hat Weltmarktgeltung und ist dennoch in Familienhand. Dies sichert uns vor dem Ausverkauf dieser Industrien an ausländische Investoren, die nur auf viel Gewinn und kurzfristiges Denken setzen.

Innovative Handwerksbetriebe verbinden Tradition mit Innovation, Qualität und Kultur. Die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte soll fortgeschrieben werden indem Vorarlberg als Standort für gemeinsames Wirtschaften und Arbeiten mit optimalen Rahmenbedingungen für Mensch, Wirtschaft und Natur verbunden wird.

Selbstständige brauchen Sicherheit.

Start-Ups, GründerInnen und JungunternehmerInnen schreiben das nächste Erfolgskapitel Vorarlbergs. Sie sind keine KapitalistInnen, sondern IdealistInnen – ihnen fehlt das Startkapital, aber sie haben neue Ideen und auch Mut, beherrschen ihr Handwerk und brauchen regionale Initiativen sowie Entwicklungsräume. Denn genau so sind einst unsere Vorarlberger Familien-Weltkonzerne entstanden.

Vorarlbergs Standort in der Vier-Länder-Region.

Vorarlbergs Wirtschaftsstandort muss sich mit der ganzen Welt messen. Daher sind die infrastrukturellen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ein weltweiter Handel möglich bleibt, auch wenn wir mit sauberer Energie und sauberem Verkehr andere qualitative Niveaus fordern, die auch als Kostenfaktor gesehen werden können. In der unmittelbaren Umgebung mit der Rheintal- und Bodenseeregion messen wir uns mit Lohnkosten, können im Gegensatz aber auch Mitarbeiterattraktivität bieten.

Metropolregion Rheintal: Wohnraum, Arbeitsraum, Naturraum.

Der Rhein soll uns nicht trennen, sondern verbinden. Wie das Schweizer Rheintal ist auch Vorarlberg an der Grenze des jeweiligen Staates, gemeinsam sind wir jedoch eine starke Region, die bevölkerungsreich ist und als Kultur- und Wirtschaftsraum Bedeutung hat.

Um sorgsam mit dem vorhandenen Raum umzugehen und auch unseren Naturräumen weiterhin Platz zu geben, muss eine strategische Raumplanung erfolgen, die klare Grünzonen für die Natur festlegt.
Genau dort, wo die Anbindung gut ist, können große Projekte entstehen. Zu den bewährten vernetzten Trägern wie Bus und Bahn können auch unkonventionelle, neue Projekte die innovativen Impulse geben, wie beispielsweise eine Wälderseilbahn.

Während bei Wohnblöcken strenge Auflagen berücksichtigt werden müssen, verschwenden viele Unternehmen durch Erdgeschossbauten enorm viel Platz. Mit mehrstöckigen Gebäuden, in denen Wohnungen, Büros und Geschäfte untergebracht werden, könnten Bauflächen sinnvoller genutzt werden und Naturflächen somit erhalten bleiben. Das erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise an den Standort durch Verwaltung, Raumplanung und Mobilität.

Finanzstarke Gemeinden für bürgernahe Leistungen.

Nicht nur das Land, sondern auch Gemeinden sollen schuldenfrei sein.

Während sich das Land mit einer Null-Neuverschuldung rühmt, hat es in Wahrheit etwa eine Milliarde Euro Schulden. Der Großteil dieser Schulden wird aber auf die Gemeinden abgewälzt, und auch Sozialfonds werden belastet. Ehrliche Politik sieht die Gemeinden als faire Partner unseres Gemeinwesens und betrachtet die Belastung ganzheitlich. Denn wir sind es uns und der nächsten Generation schuldig, sowohl Investitionen als auch Schulden sinnvoll abzuwägen.

Effiziente digitale Verwaltung für Vorarlberg.

Die öffentliche Verwaltung ist da, um Sicherheit und Ordnung im Leben der Bürger zu gewährleisten. Unsere Verwaltungssysteme funktionieren zuverlässig. Moderne Abläufe und digitale Anträge können aber zu rascheren Verfahren, geringeren Kosten und weniger Arbeitsbelastung führen. 

Ethisches Wirtschaften zum Gemeinwohl.

Geld verdienen, dem Gemeinwohl dienen und sich ethisch einwandfrei verhalten.

Wir wollen, dass eine werteorientierte, ethische Wirtschaftsweise gefördert wird. Diese trägt dazu bei, allen ein gutes Leben zu ermöglichen – insofern, dass sich wirtschaftliche Aktivitäten immer auch positiv auf die allgemeine Lebensqualität auswirken. Ethisch zu wirtschaften, das heißt darüber hinaus auch, auf die Menschenwürde zu achten, soziale Gerechtigkeit zu fördern, ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen und transparent, solidarisch, sowie demokratisch unternehmerische Ziele zu erreichen.

Gemeinderegionen: Kooperation, Identität, Versorgung.

Die einzelnen Gemeinden sollten nicht nur auf sich selber schauen. Gerade das räumliche Zusammenwachsen der Gemeinden ermöglicht eine noch stärkere Zusammenarbeit, um – wie in der Privatwirtschaft – mit weniger Steuergeld bessere Leistungen für die BürgerInnen zu erbringen.

Gleichzeitig muss eine wohnortnahe Versorgung in allen Regionen Vorarlbergs erhalten oder wiederhergestellt bleiben. Genau das macht die unvergleichliche Lebensqualität Vorarlbergs aus, damit man sich nirgends „am Land“ fühlt. Dazu braucht es eine Versorgungssicherheit von Nahversorgern, Bäckereien, Poststellen, ÄrztInnen, Apotheken, Banken, etc.

Vorarlberg-Anleihe – Volksanleihe für Vorarlberger Infrastruktur.

Infrastrukturprojekte sind teuer, haben aber eine lange Lebensdauer, verbessern Vorarlbergs Wirtschafts- und Lebensverhältnisse und stärken das öffentliche Vermögen. Obwohl den Investitionen echte Werte gegenüberstehen, ist die Finanzierung unter Maastricht-Kriterien oft nicht einfach. Gleichzeitig gibt es in Vorarlberg genügend Kapital, sowohl in Unternehmen als auch in privater Hand, das nicht genutzt wird, bzw. das für die Kapitaleigner kaum Rendite abwirft.

Ein Finanzierungskonzept das heimisches Kapital sinnvoll verwendet, sowohl im öffentlichen gemeinsamen Interesse, als auch mit sicherer Rendite, wäre eine Vorarlberg-Anleihe für Infrastruktur-Investitionen.

Projekte, die von öffentlichem Interesse sind, wie eine neue Wälderbahn, die Verlängerung der Montafonerbahn, oder eine Straßenbahn Dornbirn – Lustenau, könnten so finanziert werden. Das Geld würde somit im eigenen Land eingesetzt und Arbeitsplätze würden geschaffen werden.