Mit der Natur leben

Was der Natur nicht gut tut, tut auch uns Mensche nicht gut.

Die Natur macht Vorarlberg so schön. Wir wollen sie deshalb schützen, aber auch nützen.

Landwirtschaft und gesunde Ernährung sind mehr wert! Schauen wir deshalb auf die Erhaltung unserer Natur und fördern regionale Landbewirtschaftung und die daraus resultierenden Produkte! Viele engagierte Nebenerwerbsbauern setzen sich für die Erhaltung und Pflege unseres alpinen Raumes ein, mähen und bewirtschaften Alpen und leben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft. Wir wollen, dass sie die nötigen Förderungen für diese wichtige Aufgabe erhalten und bürokratisch nicht überlastet werden.

Unsere Bäuerinnen und Bauern, die regionale Landwirtschaft betreiben, den ländlichen Kulturraum erhalten und authentische Produkte herstellen, sollen gerade in Zeiten der Globalisierung gute Vermarktungs- und Absatzmöglichkeiten erhalten. Nicht nur der Trend zu „regional“ und „Bio“, sondern auch die Digitalisierung kann hier Chancen bieten

 

Tiere schützen.

Was uns Menschen nicht gut tut, tut auch Tieren nicht gut. Das sollten wir bei allen Fragen des Umweltschutzes, der Erhaltung der Naturflächen, der Müllvermeidung, aber auch der Tierhaltung selbst berücksichtigen. Lebend-Tiertransporte ins Ausland und andere weit entfernte Regionen müssen abgeschafft werden, damit unnötiges Tierleid vermieden wird!

 

Müll.

Wir Vorarlberger trennen Müll seit Jahrzehnten, weil es uns wichtig ist. Dennoch nehmen die Müllberge zu. Regionale Start-Ups wie die Limomacher setzen daher beispielsweise auf Glas- statt Plastikflaschen, und ein Vorarlberger Leitbetrieb mit weltweiter Präsenz – die Firma ALPLA – forscht an umweltverträglichen Lösungen, wie etwa durch Materialreduktion oder den Einsatz biologisch abbaubarer Stoffe.

Vorarlbergs Klima hat sich verändert, die Auswirkungen sind spürbar.

Klimaschutzziele müssen verbindlich umgesetzt werden!

 Wir können dem Klimawandel nicht länger tatenlos zuschauen und nehmen die Herausforderung gemeinsam an, indem wir mit Green New Deal an mehreren Schrauben drehen, um unseren Planeten zu retten: Investitionen in Innovationen und zukunftsfähige Produktion, Energiewende starten, CO2 drastisch reduzieren, unser Wasser schützen und vieles mehr. Wir werden die Umwelt- und Klimapolitik im Sinne der Menschen gestalten. Die ökologische und die soziale Frage stehen sich nicht entgegen, sondern haben immer schon zusammengehört – denn alle haben ein Recht auf eine intakte Umwelt.

 

Klimawende starten statt warten.

Wir wollen nicht zusehen, wie die Ärmsten und Schwächsten die Hauptlast der Ver- schlechterung der Umweltbedingungen tragen. Für uns ist der Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel daher auch immer ein Kampf für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

 In CO2-arme Technologien investieren und klimafreundliche Infrastruktur fördern!

Wir wollen Anreize für Investitionen in CO2-arme Technologien setzen. Um den Kosten- druck für unsere Produktionsstandorte gegenüber Wirtschaftsräumen mit geringeren Klimaschutzmaßnahmen nicht zu erhöhen, sollen CO2-Importe in die Europäische Union künftig besteuert werden.

 

Energiewende sozial gestalten.

Dreh- und Angelpunkt für erfolgreichen Klimaschutz ist – neben technologischen Effizienzsteigerungen – der Umstieg auf erneuerbare Energien. Wir fordern, dass Fonds für eine faire Energiewende einführt werden, um damit den Strukturwandel zu begleiten.

 

Klimafreundliche Infrastruktur.

Neben allen technologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen geht klimafreundliches Handeln auch mit einem gut organisierten Netz öffentlicher Infrastruktur einher, um so den individuellen Ressourcenverbrauch zu verringern. Wir wollen einen Fokus auf den Ausbau kommunaler Dienstleistungen, auf öffentlich zugängliche Naherholungsräume, auf einen starken gemeinnützigen, nachhaltigen und öffentlichen Wohnbausektor sowie auf thermische Sanierungen bestehender Gebäude legen.

 

Wiederverwenden statt verschwenden.

Sowohl in der Produktion als auch im Konsumverhalten muss ein Umdenken stattfinden. Deshalb fordern wir eine Reduzierung des Plastikmülls um 50% bis 2025!

Plastik, insbesondere Mikroplastik, hat keinen Platz in einer nachhaltigen Gesellschaft. Wenn es uns nicht gelingt, die Plastikflut einzudämmen, werden in zehn Jahren mehr Plastikteile als Fische im Meer schwimmen.

 Eine Kreislaufwirtschaft als Chance für nachhaltige Produktions- und Wiederverwertungssysteme.

Ein Wiederverwertungsbetrieb könnte PET-Abfall zu 100% recyceln – sofern der gesamte Müll dort ankommt. Hier könnte man sich an unserem Nachbar Deutschland orientieren, der über das Instrument eines Flaschenpfandes Recyclingquoten von bis zu 97,9 % er- reicht, während in Österreich lediglich 73 % des PET-Abfalls wiederverwertet werden.

Die Mengen an Lebensmitteln, die täglich im Müll landen, wollen wir nicht länger hinnehmen. Deshalb werden wir uns für ein Wegwerfverbot von Lebensmitteln im Handel, unter Einbindung karitativer Organisationen, die hier bereits tätig sind, einsetzen.

 

Gesundheit statt Glyphosat und Pestizide.

Der Einsatz von Pestiziden und Glyphosat in der Landwirtschaft wirkt sich negativ auf unser Hormonsystem aus, stört die Entwicklung ungeborener Kinder und kann sogar zu Unfruchtbarkeit und Krebs führen.

 

Bienensterben stoppen.

Es ist Tatsache, dass Pestizide ein wesentlicher Grund für das massenhafte Insekten- und Vogelsterben der letzten Jahrzehnte sind. Dieses hat nicht nur Auswirkungen auf die Nahrungsketten in der Natur, sondern auch auf die Lebensmittelversorgung des Menschen. Eine bienenschonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen sowie ein Verbot bienengefährdender Mittel muss gefördert werden, denn Insekten tragen wesentlich zur Fruchtfolge bei und spielen damit für die Lebensmittelversorgung eine besonders wichtige Rolle.

 

Hände weg vom Wasser.

Zur langfristigen Absicherung unseres Wassers und unserer Lebensmittel dürfen krebserregende Stoffe erst gar nicht zugelassen werden. Auch der Einsatz von Pestiziden gefährdet unser sauberes Trinkwasser! Gesundheit geht vor Profitinteresse, denn die Qualität des Trinkwassers ist mit entscheidend für das Wohlbefinden der Bevölkerung.

 

Unsere Natur schützen.

Unsere Natur braucht Luft zum Atmen. Die letzten alpinen Freiräume müssen vor groß- technischer Erschließung geschützt werden. Wie in der Alpenkonvention vorgeschrieben, braucht es Ruhegebiete, damit sich auch zukünftige Generationen an der Schönheit un- versehrter Alpenlandschaften erfreuen können. Die Natur muss für alle Naturbegeisterten frei zugänglich sein.

 

Biowende schaffen.

Die Landwirtschaft der Zukunft deckt das Bedürfnis nach regionalen, hochwertigen, gesunden und leistbaren Lebensmitteln ab. Statt sinnloser Exporte und Importe wollen wir die Qualität steigern, die regionale Wirtschaft stärken und die heimische Landwirtschaft auch im Bergland sichern.

Derzeit werden jährlich ca. eineinhalb Milliarden lebende Tiere quer durch Europa trans- portiert – oft über weite Strecken ohne Einhaltung von Ruhezeiten. Die Vorarlberger Agrarpolitik muss Tierwohl fördern und einen Umdenkprozess starten. Dafür ist eine Konzentration auf die regionale Vermarktung entscheidend.

Die Agrarförderungen sollen künftig so gestaltet sein, dass sie diese Ziele unterstützen. Nicht nur die land- und forstwirtschaftlich bewirtschaftete Fläche, sondern die Anzahl der Beschäftigten, bestimmte Qualitätskriterien und die Verpflichtung zur Pestizidreduktion sollen dafür ausschlaggebend sein.

 

Energieautark & Klimaneutral.

 Vorarlberg selbstbestimmt und klimaneutral machen!

Vorarlbergs Wasserkraftwerke produzieren zu wenig Strom, deshalb wird zusätzlich Kohlestrom importiert! Wir wollen in Zukunft Energie sparen, doch benötigt wird sie trotzdem.

Mehr Energieeffizienz kann viel Energie einsparen. Zahlreiche Energiesparmaßnahmen in der Industrie und den Haushalten können getroffen werden. Wärmedämmungen sind beispielsweise ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Wir werden jedoch auch fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen müssen. Auch grüner Strom kommt nicht einfach so aus der Steckdose. Wir wollen Strom sparen, dazu wird auch der Wechsel von Öl auf Elektrizität notwendig sein. Der Schutz des Klimas und der Natur bedeutet in dem Fall auch, dass wir weitere Wasserkraftwerke zulassen müssen.

Wenn wir auf die Elektrifizierung von Mobilität und Industrie setzen und nicht mehr fossile Brennstoffe um mehrere Millionen Euro importieren wollen, dann brauchen wir mehr heimischen Ökostrom. Auch der kommt jedoch nicht einfach so aus der Steckdose, son- dern muss produziert werden. Vorarlbergs Speicherkraftwerke stehen im Verbund mit dem deutschen Stromnetz. Der sogar kostengünstige CO2-freie Strom muss aber auch am Zielort für Konsumenten und Industrie ankommen.

Nur wenn wir deutsche Wind- und Sonnenenergie speichern, leisten wir einen europäischen Beitrag zu einem funktionierenden Ökostromnetz. Dazu müssen wir auch ehrlich bereit sein, unsere Speicherkapazitäten langfristig zu erhöhen. 

Vorarlberg muss sich auf den Klimawandel vorbereiten

Das Klima in Vorarlberg hat sich verändert: heißere Sommer, mehr Extremwettersituationen, Wasserknappheit für unsere Landwirtschaft sowie steigende körperliche Belastungen durch immer mehr Hitzetage zählen zu den Folgen. Ebenso führt die Nichteinhaltung der Klimaziele zu hohen Strafzahlungen. Und nicht zuletzt kann der Klimawandel große Fluchtbewegungen auslösen, wenn Länder in Afrika und im Nahen Osten unbewohnbar werden.

 

Umwelt & Industrie.

 200 Millionen für Umweltinnovationen statt für Erdöl

Wir geben etwa 200 Millionen Euro für den Import von Erdöl aus, das wir in Automotoren verbrennen. Wir könnten dieses Geld auch in technologische Innovationen investieren und heimisches Wirtschaftswachstum generieren. Dieses Wirtschaftswachstum würde sowohl Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand in Vorarlberg erzeugen, als auch die Nachhaltigkeit fördern. Unsere Vorarlberger Industrieunternehmen sind in vielen Be- reichen Technologieführer am Weltmarkt. Nutzen wir unsere Innovationskraft, um sie für die Rettung der Umwelt einzusetzen.

Der Mensch wird nicht auf Komfort verzichten, dafür sind wir zu egoistisch. Man muss ihm etwas Besseres anbieten als bisher. Manche Parteien unterstützen jedoch innovative

Technologien nicht, sondern stellen sich deren Entwicklung in den Weg und setzen statt- dessen auf harte Verbote, ohne Alternativen zu fördern. Das ist nicht der Weg, den wir einschlagen wollen.

 

Leben in Bewegung.

Der Verkehr muss fließen statt stehen. Es gibt immer mehr Staus. Doch wie können die Menschen künftig schnell mobil sein? Was bringt Elektromobilität? Mit einem Elektroauto werden zwar keine lokalen Abgase verursacht, aber natürlich ist man Teil des Verkehrs, Mitverursacher von Stau und benötigt Parkflächen.

 Auch die Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt muss sich verändern. Das kann mit dem Ausbau der Schienennetze und gemeinsamen Innovation bei E-Mobilität ermöglicht werden.

Dazu gehört auch, die beiden Autobahnen in Österreich und in der Schweiz im Rheintal zu verbinden. Damit alle, die nur durchreisen wollen, schnell weiterkommen und PendlerInnen weniger unter Staus bei den Grenzübergängen leiden müssen. Weniger Staus bedeuten weniger Abgase in unseren Gemeinden.

 Der öffentliche Verkehr muss der schnellere Verkehr sein.

Das Bus- und Bahnnetz innerhalb Vorarlbergs ist gut, aber unser Leben macht nicht Halt vor der Landesgrenze. Ein Ausbau des Bus- und Bahnnetzes im Vier-Länder-Eck wäre so- wohl für die GrenzgängerInnen als auch für den Tourismus sinnvoll. Aber auch für StudentInnen, die zwischen Vorarlberg und Innsbruck/Wien pendeln, müssen mehr und schnellere Zugverbindungen sowie ein Kombi-Ticket angeboten werden. Der Nachtzug Bregenz-Bludenz muss bis ins Montafon führen.

 Haltestellen dort, wo die Menschen wohnen.

Neue Haltestellen im Nahverkehr an den Orten, wo die Menschen tatsächlich wohnen, würden mehr Menschen dazu veranlassen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Entlang von Bestandsstrecken, beispielsweise in Dornbirn-Wallenmahd, können mit wenig Kostenaufwand neue Fahrgäste gewonnen werden.

 Ohne Umsteigen durchs ganze Land fahren.

Mit Kopplung und Entkopplung zweiter Zug-Garnituren können wichtige Strecken von Schruns bis Buchs (für Liechtenstein-PendlerInnen) oder Schruns bis Bregenz attraktiver werden. Gerade das Umsteigen in Bludenz ist keine sinnvolle Lösung, könnte aber durch eine kleine Infrastrukturinvestition in Lorüns verbessert werden, damit alle Züge bis ins Montafon fahren können. Auch Züge aus St. Gallen, die über Lustenau und Hard fahren, könnten neben Bregenz auch Richtung Dornbirn und Oberland geleitet werden.

Das Rheintal könnte mit einer Ringbahn verbunden werden:

St. Margrethen – Lustenau – Hard – Lauterach – Dornbirn – Feldkirch – Buchs –

St. Margrethen.

Zusätzlich könnten noch zwei Schnellbuslinien „Dornbirn-Lustenau-Au-Kriessern“ ergänzt werden.

 

Mehr auf Schiene.

Wir fordern den Ausbau der Montafonerbahn nach St. Gallenkirch zur Stärkung der Region, und des Tourismus!

Vorarlberg liegt in der Mitte zwischen Zürich und München – durch schnellere Verbindun-gen in diese Metropolen könnte der Transitverkehr massiv reduziert werden. Daher sollte ein rascher Kapazitätsausbau an den Haltestellen in St.Margrethen, Lustenau, Hard und Lauterach zusammen mit einem neuen Harder Bahnhof und einer weiteren Haltestelle Lauterach West erfolgen.

Die Pläne des Projekts „FL.A.CH“ sollen endlich umgesetzt werden, damit die Zugstrecke „Feldkirch – Buchs (Schweiz)“ für PendlerInnen attraktiver wird. 

Im Klostertal muss die gefährliche Strecke bei den Gipslöchern Richtung Innsbruck saniert werden, der Klosterbogen und die ganze Strecke brauchen mehr Kapazität sowie längere Ausweichen, denn die einzelnen Verspätungen verstärken sich gegenseitig.

Fahrzeuge mit regionaler Wertschöpfung!

Vor kurzem wurden für Vorarlberg neue Züge bestellt. Die leider verspätete Lieferung wirft die Frage auf, warum diese Züge eigentlich nicht in der Rheintal-Region beschafft werden, wenn doch knapp über der Grenze qualitativ höchstwertige Züge produziert wer- den – unter anderem von vielen Vorarlberger GrenzgängerInnen, deren Arbeitsplätze so gesichert werden können. Wir sollten bei Investitionen auf regionale Wertschöpfung achten!