Heimat Vorarlberg

Heimat ist dort, wo wir uns geborgen fühlen.

Zuwanderung seit über 100 Jahren

Ein Teil von Martin Staudingers Vorfahren kam aus dem Trentino nach Vorarlberg – als damals dringend benötigte Arbeitskräfte für die Vorarlberger Textilindustrie. Es entstanden Werksiedlungen, in denen auf engem Raum große Familien wohnten. Die Menschen waren arm, aber hatten Arbeit und konnten sich somit hier ein Leben aufbauen.

In den 1950er Jahren kamen zahlreiche KärntnerInnen und SteirerInnen nach Vorarlberg, da es hier mehr Arbeit gab. Auch viele diese „Zuwanderer“ haben sich entschieden, im Ländle zu bleiben.

Die florierende Vorarlberger Wirtschaft hat immer wieder Arbeitskräfte benötigt und nach Vorarlberg geholt. So gab es weitere Zuwanderungswellen aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei. Viele von ihnen sind geblieben, und viele sind mittlerweile auch österreichische StaatsbürgerInnen. Vorarlberg war und ist ein Zuwanderungsland.

Viele VorarlbergerInnen haben einen sogenannten Migrationshintergrund in ihrer Familienbiografie. Entscheidend war immer die Integration in die Vorarlberger Gesellschaft auf allen Ebenen.

Wir bekennen uns klar zur Integrationsvereinbarung, der alle im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien zugestimmt haben.

Heimat ist dort, wo wir zusammen leben.

Heimat ist dort, wo wir uns geborgen fühlen, wo unsere Familie und unsere Freunde sind. Vorarlberg soll uns miteinander eine Heimat bieten, in der wir gerne und gut zusammenleben.

Dazu gehört gegenseitiger Respekt und ein fairer Umgang miteinander.
Der Kern davon ist die gemeinsame deutsche Sprache.

Flucht, weil die Heimat nicht lebenswert ist.

Migration und Einwanderung sind die Realität. Darauf muss eine echte Integration folgen.
Heimat ist nicht nur ein geografischer Begriff. Heimat stiftet Identität und beruht auf Werten – wie der Gleichstellung von Mann und Frau, der Unabhängigkeit der Justiz, der Trennung von Kirche und Staat, der Meinungsfreiheit, den Menschenrechten, oder der friedlichen Konfliktlösung. Parallelgesellschaften dürfen nicht toleriert werden!

Migration kann viele Ursachen haben: Flucht vor Krieg, Gewalt, Hunger oder den Folgen des Klimawandels. Zu diesem Thema braucht es nachhaltige und realistische Antworten, keine Hetze oder falsche Versprechungen. Human ist es, Fluchtursachen zu bekämpfen und Perspektiven in den Herkunftsländern zu schaffen.

Asylgewährung ist ein Notfallprogramm. Nachhaltige Hilfe muss vor Ort Frieden schaffen, indem wir keine Waffen in diese Länder exportieren, einen Europäischen Investitionsplan für den wirtschaftlichen Aufbau aufstellen und die Schaffung eines qualitativ wertvollen Lebens, sowie Wohlstand in diesen Ländern ermöglichen.

Die Flüchtlings- und Verfahrenszentren an den EU-Außengrenzen haben das Ziel Asylverfahren dort in maximal drei Monaten abzuwickeln, Menschen zu versorgen und nach Abschluss des Asylverfahrens die Geflüchteten entsprechend den festgelegten Quoten auf die EU-Staaten zu verteilen und damit dem Schlepperwesen die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Jene Menschen, die bei uns schon jahrelang auf ein abgeschlossenes Verfahren warten und bereits gut integriert bzw. qualifiziert sind, sollen die Chance erhalten, sich hier ein neues Leben aufzubauen.

Ein Europäischer Solidaritätsfonds soll Gemeinden, die AsylwerberInnen aufgenommen haben, entsprechend unterstützen.