Hard

Staudinger zum Rücktritt das Harder Bürgermeisters

Martin Staudinger am Seeufer in Hard.
Martin Staudinger am Seeufer in Hard. Bild: (c) Marcel Mayer

"Konsequenter Schritt nach zwei verlorenen Volksabstimmungen"

Zwei Volksabstimmungen mit einem klaren Votum gegen die Pläne des Bürgermeisters haben gezeigt, dass dieser zu wenig Gespür für die Harder Bevölkerung gezeigt hat. Eine an sich gute Idee, Visionen und Leitbild für Hard zu entwickeln, wurde unnötig an einzelnen Beharrungs-Standpunkten eskaliert.

„Das Leitbild verfolgt viele schöne Ideen und Ziele, da hätten Sachfragen wie Loop und Durchstich auch sachlich diskutiert und adaptiert werden können, ohne sich politisch festzufahren.“

Hard braucht einen Bürgermeister, der das Miteinander herstellt

In diesem Sinne braucht Hard einen Bürgermeister, der das Miteinander sucht. Es geht bei der Gemeindepolitik nicht um parteipolitische Positionierungen, sondern es geht darum, miteinander eine Lösung für alle zu erreichen. „Die teilweise durch die vergangenen Monate entstandenen Gräben möchte ich überwinden, nicht nur zwischen den Parteien, sondern auch die Politik und die Bevölkerung wieder zusammenbringen. Gerade bei einem Projekt, das auf Jahrzehnte angelegt ist, kann sich kein künftiger Bürgermeister darauf verlassen, alleine 30 Jahre zu regieren. Wechsel in Mehrheitsverhältnissen dürfen nicht alles in Frage stellen. Sondern es sollten alle, damit meine ich alle Parteien und die Bevölkerung gemeinsam hinter einem Leitbild stehen, dessen Umsetzung nicht immer wieder aufs Neue auf der Kippe steht.“ Es geht auch nicht darum, das Leitbild zum Altpapier zu geben, sondern es konsensfähig weiter zu entwickeln und dann in einzelne Projektschritte zu gliedern, die Priorisierungen und klare Umsetzungen inkl. Finanzierung ermöglichen. Staudinger nennt ein Beispiel: „Auch wenn das Strandbad ein Teil eines Leitbildes ist, muss es rasch saniert und modernisiert werden, Vereins- und Club-Räume geschaffen werden. Dies steht glaube ich außer Frage und ist budgetär der kleinste Teil.“

Hafen und See, Wirtschaft und Kinderbetreuung

„Wir dürfen aber nicht darauf vergessen, dass das Gemeindeleben mehr ist als der Hafen und der See, so sehr ich das Leben am Wasser liebe.“ Fragen wie die Stärkung der Harder Gewerbebetriebe, gerade im Sinne einer Belebung der kleinen Handelsbetriebe im Ort und der Harder Gastronomie, gerade außerhalb der Saisonzeiten, der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote sowohl an angebotenen Plätzen als auch an Öffnungszeiten und Öffnungstagen, die mit der Arbeitsrealität der Eltern zusammenpasst wurden durch die Leitbild-Streiterei leider oft vergessen.

Abschließend dankt Staudinger Harald Köhlmeier für seinen Einsatz und wünscht ihm persönlich alles Gute für seine Zukunft und Zeit mit seiner Familie.