„Wissen, was wir essen.“

Konsumentenschutz und Tierschutz voranbringen: Für verpflichtende Transparenz über Herkunft und Tierwohl bei Lebensmitteln

SPÖ gemeinsam mit Tierschutzvolksbegehren für Transparenz bei Lebensmitteln

Die SPÖ setzt sich für Transparenz bei Lebensmitteln ein. „Jedes Jahr landen hunderte Millionen Eier aus Käfighaltung und tausende Tonnen Fleisch aus ausländischer Massentierhaltung auf unseren Tellern – unerkannt und ungewollt“, erklärt SPÖ-Chef Martin Staudinger. Denn in der Gastronomie und in öffentlichen Küchen werden zwar zwei Drittel aller tierischen Produkte konsumiert, von einer bewussten Entscheidung könne aber nicht gesprochen werden. Denn in Restaurants und Kantinen fehle die Transparenz bei Lebensmitteln meist gänzlich. „Das möchten wir ändern“, so der Sozialdemokrat.

Unterstützung für Tierschutzvolksbegehren

Aus diesem Grund unterstützt er die Initiative des Tierschutzvolksbegehrens nach klarer Kennzeichnung der Lebensmittel. „Wir müssen den Betrug an den Konsumenten beenden und für Transparenz am Teller sorgen“, sagt Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Volksbegehrens. „Wenn jemand wirklich das Schnitzel vom kranken Kalb aus holländischer Massentierhaltung oder den Kaiserschmarrn mit Käfig-Ei aus Aserbaidschan essen will, dann ist das seine Entscheidung. Aber wer das nicht will und lieber 10 Cent mehr pro Portion zahlen möchte, um den Tieren, der Umwelt und der Landwirtschaft zu helfen, soll auch die Möglichkeit dazu erhalten.“

Im Sinne von Tierwohl und Konsumentenschutz

Dabei geht es um Tierwohl und Konsumentenschutz gleichermaßen. Für die Konsumenten sei nicht nur schwer nachvollziehbar, woher das Fleisch tatsächlich stammt, sondern auch unter welchen Bedingungen das Tier gelebt hat. Bohrn Mena: „Wir brauchen volle Kennzeichnung darüber, ob Fleisch tatsächlich zu 100% aus dem angegebenen Land stammt oder nur dort verarbeitet wurde. Und es muss nachvollziehbar sein, unter welchen Umständen die Tiere gehalten wurden.“

Was die Schweiz kann, können wir auch

SPÖ-Chef Martin Staudinger betont, dass Transparenz der Schlüssel dafür sei, Tierschutz für den Konsumenten nachvollziehbar zu machen: „In der Schweiz ist die Transparenz bei Lebensmitteln schon seit vielen Jahren Realität – und es funktioniert großartig. Das können wir auch! Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist das sehr einfach umzusetzen. Etwa über einen verpflichtenden QR-Code, der sämtliche Daten über Aufzucht, Herkunft, Hersteller und die komplette Produktionskette enthält.“ Die Konsumenten könnten dann problemlos Auskunft über alle Details rund um das Produkt erhalten, im Idealfall inklusive Videos. Das sei einfach umzusetzen – und Vorarlberg könne dafür eine Vorreiterrolle einnehmen: „Gehen wir im Land voran und starten einen Pilotversuch für unsere regionalen Produkte. Genauso wie beim Glyphosatverbot können wir damit einerseits zeigen, dass es geht – und andererseits den Druck auf die Lebensmittelbranche erhöhen.“