Pension, Frauen

Nur angemessene Pension garantiert einen Lebensabend in Würde

Jeannette Greiter
Jeannette Greiter Bild: (c) Marcel Mayer

Für gerechte Frauenpensionen!

Das österreichische Pensionssystem gehört weltweit zu den besten, dennoch muss es in einigen Bereichen dringend verbessert werden. Darauf weist die SPÖ hin. Denn die jüngsten Zahlen der Armutskonferenz sprechen eine klare Sprache: Nirgendwo in Österreich ist die Pensions-Schere zwischen Männern und Frauen so weit offen wie in Vorarlberg. SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Jeannette Greiter weiß: „Die geringe Pension ist für viele Frauen ein echtes Existenzproblem. Meiner Meinung nach soll die Pension einen Lebensabend in Würde garantieren. Für viele Frauen trifft das aber nicht zu. Darum müssen wir ihre Situation dringend verbessern.“

Angemessene Pension: SPÖ hat bereits Initiative ergriffen

Unterstützung erhält sie dafür von SPÖ-Chef Martin Staudinger. Er  weist darauf hin, dass es zur Linderung von Altersarmut bereits eine Initiative der SPÖ gab. Die Idee war, dass das Land Vorarlberg eine Sonderzahlung für geleistete Kindererziehungszeiten zur Pension zuschießt. Konkret: 50 Euro monatlich pro Kind, ohne dass sonstige Leistungen deshalb gekürzt werden. Profitieren würden alle über 60 Jahre. Nur: Die beiden Regierungsparteien haben das abgelehnt. Er erklärt: „Das ist eine Frage der Verantwortung gegenüber der älteren Generation. Die anderen Parteien haben diese Verantwortung nicht wahrgenommen. Wir haben ein anderes Verständnis von Politik: Ihre Aufgabe ist es, Herausforderungen anzunehmen und Verbesserungen zu erreichen.“

Vorarlberg hat besondere Verantwortung

Das treffe umso mehr zu, als dass das Land Vorarlberg hier eine besondere Verantwortung habe. SPÖ-Clubobmann Michael Ritsch hat den Antrag zur Linderung von Altersarmut vor einem Jahr eingebracht. Er erklärt, warum man an der Umsetzung dieses Vorschlages nichts vorbeiführt: „Jahrzehntelang hat die ÖVP im Land für ein gesellschaftliches Klima gesorgt, das Frauen von Vollzeitarbeit abhielt. Sie haben daher im Vergleich zu Frauen aus anderen Bundesländern im Schnitt viel weniger Beitragsjahre für die Pension einbezahlt als Frauen in anderen Bundesländern“, erklärt Ritsch. Auch wenn sich einiges inzwischen auf Druck der Sozialdemokraten verbessert habe – in vielen Bereichen gibt es nach wie vor dringenden Nachholbedarf. „Wir haben österreichweit die höchste Anzahl an Schließtagen in Kindergärten und die Tarife sind teurer als in allen anderen Bundesländern“, so Michael Ritsch. Und: „Diese Struktur macht es Frauen immer noch sehr schwer, in Vollzeit zu arbeiten und entsprechende Pensionszahlungen zu erreichen.“

Gute Lösungen für Vorarlberg

Die SPÖ hat für diese Herausforderungen gute Lösungen, erklärt SPÖ-Chef Martin Staudinger. So schlagen die Sozialdemokraten etwa die Ausweitung der Tagesöffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen vor – und eine Reduzierung der Schließtage. Martin Staudinger: „Bei den kommenden Wahlen sehe ich es auch als unsere Aufgabe an, den Bürgern diese Unterschiede in der politischen Lösungskompetenz näherzubringen. Wir sind die einzige Partei, die sich für gerechte Pensionen einsetzt – und dafür, dass Frauen von Anfang an nicht in die schwierige Situation kommen, im Alter auf zusätzliche Unterstützung angewiesen zu sein.“