Neue Arbeitsplätze schaffen, sinnvoll investieren

Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft

Die Wirtschaft wird nicht mehr so stark wachsen wie bisher. Das kündigen sämtliche Prognosen an. SPÖ-Landesvorsitzender Dr. Martin Staudinger unterstützt daher die Vorschläge der SPÖ-Bundesvorsitzenden Pamela Rendi-Wagner, um die Konjunktur anzukurbeln. Einer schwächelnden Wirtschaft muss rechtzeitig entgegengewirkt werden, sagt Staudinger: „Wir müssen den drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern.“

Arbeitsplätze sichern

Für Vorarlberg habe das eine besondere Bedeutung: „Vorarlbergs Wirtschaft ist stark auf den Export ausgerichtet. Wir sind mitten drin in Europa und wirtschaftlich eng mit anderen europäischen Ländern verzahnt.“ Die europäische Konjunkturprognose sagt schon länger eine starke Abkühlung der EU-Wirtschaft voraus. Gleichzeitig mit sinkendem Wirtschaftswachstum in Österreich könnte Vorarlberg damit besonders stark betroffen sein, gibt Staudinger zu bedenken: „Vor allem aus Vorarlberger Sicht müssen wir jetzt die verbleibende Zeit nutzen, um gegenzusteuern.“

Mehr Geld in der Geldtasche

Man könne dafür an zwei Hebeln ansetzen, erklärt Staudinger: „Es geht erstens um steuerliche Maßnahmen. Wichtig ist die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen. Wenn sich die Österreicherinnen und Österreicher wieder mehr leisten können, wird das die Wirtschaft ankurbeln.“ Der Bund solle zudem mit Zuschüssen den gemeinnützigen Wohnbau stärken. Auch das würde Arbeitsplatze schaffen, erklärt Staudinger.

Drei Fliegen mit einer Klappe: Investitionen in die Pflege

Der zweite Hebel wäre eine Investition in die Ausbildung von Pflegekräften.

„Es werden immer mehre Pflegerinnen und Pfleger benötigt, aber es gibt viel zu wenig von ihnen. Wenn wir es schaffen, hier neue und gute Arbeitsplätze zu schaffen sowie zusätzliche Qualifikationen und auch Umschulungen von anderen Berufen anzubieten, schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe: Die Konjunktur wird belebt, es werden qualitative Arbeitsplätze geschaffen und wir bauen das Pflegesystem aus.“

Möglich wäre dies mit einer Wiederbelebung der „Aktion 20.000“. „Wie die Maßnahme schlussendlich heißt, ist zweitrangig. Wichtig ist, nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Verantwortungsvolle Politik heißt auch, Anzeichen für Probleme frühzeitig zu erkennen und dann die richtigen Maßnahmen zu treffen.“