#FridaysForFuture: Auf der Seite der streikenden SchülerInnen

Martin Staudinger auf einer Demo: #FridaysForFuture

Martin Staudinger steht hinter den SchülerInnen, die unter dem Moto #FridaysForFuture für den Klimaschutz demonstrieren.

Sein Standpunkt:

„Ich bin der Meinung, dass die jungen Leute das Recht auf eine intakte Umwelt haben. Es geht dabei um nichts weniger als um ihre Zukunft. Bislang wurden sie aber von der Politik nicht ernst genommen. Das muss sich ändern. Daher halte ich die Teilnahme an einem internationalen Streiktag für absolut legitim.“

#FridayForFuture: Teilnahme am Streik für den Klimaschutz absolut legitim

Staudinger äußert großes Verständnis dafür, dass der Streik während der Unterrichtszeit stattfindet. Denn damit würden die Jugendlichen ihren Anliegen viel mehr Gehör verschaffen. Die Vorarlberger Schulen akzeptieren die Teilnahme an der Demonstration während der Schulzeit allerdings nicht als Entschuldigungsgrund. Schülerinnen und Schüler, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen, müssen entweder andere Gründe angeben oder werden mit unentschuldigten Fehlstunden bestraft.

Demokratie hält Schulstreik aus

Diese Regelung muss verbessert werden, sagt Staudinger:

„Wir sollten junge Menschen stattdessen doch dazu ermuntern, für ihre Rechte einzutreten. Eine Demokratie muss es aushalten, wenn Schülerinnen und Schüler aus politischer Überzeugung auf die Straße gehen und dafür den Unterreicht entfallen lassen.“

Tirol, Kärnten und das Burgenland machen es vor: Dort gilt die Demoteilnahme im Einvernehmen mit dem Klassenvorstand als Entschuldigungsgrund. Vorarlberg sollte sich an dieser fortschrittlichen Regelung orientieren, schlägt der SPÖ-Chef vor. Die Klassenvorstände haben auch im Blick, ob es wichtige Gründe gibt, die gegen eine Teilnahme sprechen – wie etwa eine Prüfung oder ähnliches. Daher ist es eine gute Idee, ihnen die Entscheidung zu überlassen, erklärt Staudinger.

Demo-Teilnahme soll Entschuldigungsgrund sein

Martin Staudinger appelliert daher an die Vorarlberger Bildungsdirektion, ihre Haltung zu überdenken und die Regelung in Tirol, Kärnten und Burgenland zu übernehmen. Klare Worte:

„Der Klimawandel wurde viel zu lange ignoriert. Wir sollten den jungen Leuten dankbar sein, dass sie das Thema jetzt energisch anpacken. Die mindeste Unterstützung ist, dass wir ihren Einsatz für Klima und Umwelt als Entschuldigungsgrund für das Fernbleiben vom Unterricht akzeptieren.“